Papenburg
Unsere erste Station führt uns ins schöne Papenburg – bekannt für seine Kanäle, historische Werftkultur und norddeutsche Gemütlichkeit.


Wir haben mit dem Wohnmobil auf dem Stellplatz am Hotel Hilling übernachtet – absolut empfehlenswert! Der Platz liegt ruhig, mit Blick auf eine Pferdewiese und ist etwa 15 Minuten mit dem Fahrrad von der Innenstadt entfernt.

Besonders positiv überrascht hat uns das Hotelrestaurant: leckere, reichhaltige Speisen und freundlicher Service – wir waren gleich zweimal dort essen.
Ein echtes Highlight war der Besuch der Meyer Werft. Hier entstehen beeindruckende Kreuzfahrtschiffe – und das oft gleich mehrere gleichzeitig. Die Premium-Tour mit einem langjährigen Mitarbeiter (über 40 Jahre dabei!) war nicht nur informativ, sondern auch charmant erzählt – mit persönlichen Anekdoten, die den Besuch unvergesslich machen.
Der Werftbesuch beinhaltet eine spannende Busfahrt über das Gelände, Einblicke in die aktuellen Bauprojekte und vermittelt ein Gefühl für die gigantischen Dimensionen des modernen Schiffbaus.
Foodie-Tipp: Nach dem Rundgang lohnt sich ein Abstecher ins Café Central – unbedingt das Matjesbrötchen probieren. Frisch, nordisch, köstlich!

Kühlungsborn
Weiter ging’s an die Ostsee – unser geliebtes Kühlungsborn!
Wir kennen den Ort schon von mehreren Aufenthalten und kommen immer wieder gerne her – besonders in der Nebensaison, wenn es etwas ruhiger ist und man die Weite der Ostsee und den feinen Strand fast für sich allein hat.

Kühlungsborn teilt sich in zwei Ortsteile: Kühlungsborn Ost ist etwas belebter, mit einer schönen Promenade, Boutiquen, Cafés und dem Yachthafen.
Kühlungsborn West ist etwas ruhiger, mit herrlichen Villen aus der Bäderarchitektur und einem entspannten Flair – ideal zum Durchatmen.
Wir standen auf dem Campingpark Kühlungsborn, einem der besten Campingplätze Europas – direkt am Meer gelegen und mit direktem Nachbarn: der Fischräucherei Zum Butt. Ob frisch geräucherter Fisch oder eine würzige Fisch-Soljanka – besser geht’s kaum.
Ein Klassiker für uns: Die nostalgische Molli-Bahn, eine dampfbetriebene Schmalspurbahn, die zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn pendelt. Auch diesmal haben wir sie auf einer kleinen Radtour wieder entdeckt – ein schöner Anblick mit Kindheitserinnerungen.

Kleiner Ausflugstipp für Bad Doberan:
Unbedingt das Doberaner Münster besichtigen! Es gilt als eines der bedeutendsten gotischen Backsteinbauwerke im Ostseeraum – beeindruckend in seiner Schlichtheit und Geschichte.

Tipp: Ein weiteres Highlight auf unserer Rücktour: ein Besuch im Deck Beach Club. Direkt am Meer gelegen, mit traumhaftem Blick aufs Wasser – ob bei Sonnenschein oder zum Sonnenuntergang – hier lässt sich wunderbar entspannen bei gutem Essen und leckeren Drinks. Für uns immer ein Pflichtbesuch!


Foodie-Tipp:
Neu entdeckt haben wir das 4 Freunde & Kraft – ein stylisches Lokal mit Craft-Bieren, kreativen Flammkuchen und richtig guten Stullen. Man kann ein Biertasting machen und wird freundlich und kompetent beraten. Wir waren gleich zweimal da. Reservieren lohnt sich!!!
Wer etwas gehobener essen möchte, dem empfehlen wir zwei besondere Adressen:
Das meergut Restaurant mit fantastischem Meerblick und gehobener Küche – und für alle, die auf Fine Dining mit Top-Service stehen: die Orangerie im Hotel Vier Jahreszeiten. Beides echte Highlights für Genießer.
Bremen
Auf dem Rückweg wollten wir endlich mal Bremen einen intensiveren Besuch widmen – und sind absolut begeistert.
Die Hansestadt an der Weser, mit ihrer langen Geschichte als Handelszentrum und ihrer weltoffenen Haltung, hat uns sofort in den Bann gezogen.
Bremen blickt auf über 1.200 Jahre Geschichte zurück. Als Mitglied der Hanse war die Stadt ein wichtiger Knotenpunkt im Seehandel. Bremen gilt als freiheitsliebend – schon im Mittelalter wurde hier eine starke Bürgerschaft gegen den Einfluss von Kirche und Adel aufgebaut. Diese Tradition prägt die Stadt bis heute. Besonders bekannt: der Roland auf dem Marktplatz, ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit, und die Bremer Stadtmusikanten, deren berühmte Statue direkt neben dem Rathaus steht – mit dem Blick bewusst weg vom Rathaus, als ironisches Symbol für Eigenständigkeit.




Bei einer kurzweiligen und sehr gut geführten Stadtführung – gebucht über die Tourist-Info – haben wir viel über die Bremer Mentalität, ihre Geschichte und die architektonischen Schätze der Stadt gelernt:
Das charmante Schnoor-Viertel, die kreative Böttcherstraße, das Verhältnis von Bürgertum und Kirche sowie die Rolle Bremens im zweiten Weltkrieg und beim Wiederaufbau.
Natürlich durfte auch ein Abstecher zum Thema Bier nicht fehlen:
Bremen ist nicht nur die Heimat von Beck’s, sondern hat auch eine lebendige Craftbier-Szene.
Tipp: Besonders empfehlen können wir die Union Brauerei Bremen (ca. 15 Min mit dem Rad vom Zentrum). Hier gibt’s nicht nur großartige Biere und Brauereiführungen, sondern auch hervorragendes Essen – das Schnitzel mit Bratkartoffeln war das beste seit Langem! Außerdem: Schnäpse der Brennerei „Piekfeine Brände“ – außergewöhnlich gut! Unbedingt reservieren.
Übernachtungstipp für Wohnmobil-Reisende:
Der Stellplatz Zum Kuhhirten liegt nur ca. 1,4 km von der Innenstadt entfernt, ruhig, gepflegt, mit Brötchenservice – perfekt als Ausgangspunkt für die Stadt. Frühzeitiges Ankommen lohnt sich, denn der Platz ist sehr beliebt.
Fazit: Eine Woche, drei Stationen – und jede davon mit ganz eigenem Charme. Ob Hightech in Papenburg, Ostsee-Idylle in Kühlungsborn oder hanseatische Lebenslust in Bremen – der Norden hat wieder einmal bewiesen, wie vielseitig und schön er ist. Wir kommen ganz bestimmt wieder.








