Die niederländische Nordseeküste ist immer wieder eine Reise wert. Erneut fuhren wir mit dem CamperVan nach Den Haag. Zum ersten Mal nach Jahren verbrachte ich wieder eine Woche mit meiner besten Freundin Pia – dieses Mal auf engstem Raum. Unser Stellplatz im Ferienpark Roompot Kijkduin – südwestlich von Den Haag direkt an der Nordsee – lag unmittelbar hinter den Dünen.

Ein optimaler Ort, um mit dem Fahrrad nach Den Haag zu fahren oder die nähere Umgebung zu erkunden, wo man z.B. auch auf Rinder oder Wildpferde trifft.



Absolut sehenswert war das Kunstmuseum Den Haag mit wechselnden Ausstellungen, unter anderem mit Werken von Van Gogh, Mondrian und anderen großen Künstlern.
Wer lieber die alten Meister sehen will, ist im Mauritshuis bestens aufgehoben. Dort hängt unter anderem das berühmte „Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Johannes Vermeer – ein Moment, den man kaum vergisst. Das Mauritshuis liegt direkt am Binnenhof, dem politischen Zentrum der Niederlande, und lässt sich ideal mit einem Stadtspaziergang durch die Altstadt von Den Haag verbinden.
Weitere Ausflugsziele in der Nähe waren Scheveningen, der bekannte Stadtstrand von Den Haag und natürlich Delft.

In Delft besuchten wir das Royal Delft Museum. Das Delfter Blau und die traditionelle Herstellung des Porzellans waren absolut sehenswert. Hier bekamen wir direkte Einblicke in die Porzellanmalerei – faszinierend, mit welcher Präzision die Handwerkerinnen dort arbeiten. Das Porzellan ist seit dem 17. Jahrhundert weltberühmt; auch das niederländische Königshaus ließ hier fertigen. Erschwinglich ist es allerdings nicht – also begnügten wir uns mit einer kleinen Tasse, verziert mit Dackeln.
Der lange und breite Strand von Kijkduin lud zum Spazierengehen ein. Immer wieder boten sich gemütliche Strandpavillons an, in denen man bei Meerblick einen Kaffee oder Wein trinken oder den Sonnenuntergang genießen konnte.

Viele sind auch im Winter geöffnet und bieten windgeschützte Terrassen.
Kijkduin ist zudem ein Hotspot für Surfer und Kitesurfer – Wind gab es genug, und das Meer zeigt sich je nach Tageszeit von seiner wilden oder sanften Seite.

Durch das hervorragend ausgebaute Fahrradwegenetz erreicht man mühelos jeden Ort. Das Radwegenetz rund um Den Haag ist Teil des niederländischen „Fietsknooppunten“-Systems, bei dem alle Wege nummeriert sind – perfekt zum Planen eigener Touren.

Kulinarisch lohnt es sich, frischen Fisch zu probieren – Matjes, Kibbeling oder Hering bekommt man überall frisch.


Oder etwas exquisiter dürfen es dann auch mal Austern mit einem gutgekühlten Weißwein sein.
Auch einen Abstecher nach Rotterdam unternahmen wir noch. In der beeindruckenden Markthal – ein riesiger, hufeisenförmiger Bau – schlug das kulinarische Herz besonders hoch – hier konnte man sich an über 90 Ständen und Restaurants einmal um die Welt essen.

Wer in Rotterdam surfen möchte hat auch in der Innenstadt von Rotterdam dazu die Möglichkeit. In der Steigersgracht lassen die künstlichen Wellen die Herzen von Surfern schneller schlagen.

Fazit:
Wer Entschleunigung sucht, gespickt mit Kultur, gutem Essen und Wind um die Ohren, ist in Den Haag und Umgebung bestens aufgehoben. Für uns war es eine wunderbare Woche zwischen Meer, Kunst und Freundschaft – und sicher nicht die letzte in Kijkduin.
von Cordula








