Hongkong hautnah: 8 Tage zwischen Tempeln, Türmen und Dim Sum

The Peak

Ein Reisebericht voller Kontraste: Wolkenkratzer und Bambusgerüste, buddhistische Stille und Straßenlärm, glitzernde Skyline und bunte Gassen – willkommen in Hongkong!

Tag 1 – Anreise mit Fernweh im Gepäck

Nach einem Nachtflug von gut 11 Stunden und einer Zeitverschiebung von +6 Stunden erreichen wir Hongkong am späten Nachmittag. Noch benommen vom Jetlag und dennoch hellwach vor Aufregung, drückt sich unsere Nasenspitze an die Flugzeugscheibe: Diese Skyline! Schon aus der Luft wirkt Hongkong wie eine vibrierende Zukunftsvision – und genau das wird sich in den nächsten Tagen bewahrheiten.

Tag 2 – Central: Rolltreppen, Räucherstäbchen und Hochhäuser

Unser erstes Ziel: Central, das Herz von Hongkongs Finanz- und Handelswelt. Zwischen gläsernen Türmen tauchen wir ein in Gassen voller Apotheken, chinesischer Kräuterläden und Menschengewimmel.

Ein besonderer Ort liegt in der Tai Ping Shan Street – dort besuchen wir den Man Mo Tempel, wo Rauch von Sandelholzstäbchen aufsteigt und die Götter der Literatur und des Krieges verehrt werden.

Absolut schräg: Die Central–Mid–Levels Escalator, die längste überdachte Rolltreppe der Welt. Auf mehreren hundert Metern trägt sie uns bergauf durch Wohnviertel, Shops und Cafés – ein kleines Abenteuer für sich.

Tag 3 – Hongkong Island: Teehäuser, Bambus und Lichtshow

Wir starten mit einer Fahrt in der legendären Ding-Ding-Tram, dem knallbunten Doppeldecker auf Schienen. Nostalgisch rattert sie durch Häuserschluchten – perfekt zum Ankommen auf Hongkong Island. Während der Fahrt begleitet uns das fröhliche „Ding-Ding-Läuten“ und zaubert uns ein Lächeln auf das Gesicht.

Historisch wird es beim Former Legislative Council Building – Kolonialarchitektur zwischen Glastürmen. Und an einem Hochhaus entdecken wir, wie hier immer noch mit Bambusgerüsten gebaut wird – kunstvoll und nachhaltig.

Ein grünes Kontrastprogramm erleben wir im Hongkong Park. Besonders schön: das traditionelle Teehaus und der Olympic Square.

Nach einem kurzen Besuch der St. John’s Cathedral (älteste anglikanische Kirche Ostasiens), lassen wir uns in einem Dim Sum Restaurant kulinarisch verwöhnen. Tipp: unbedingt reservieren oder Geduld mitbringen!

Krönender Abschluss: Um 20:00 Uhr bestaunen wir die berühmte Symphony of Lights – die weltgrößte Licht- und Lasershow über dem Victoria Harbour.

Tag 4 – Kowloon und Hong Kong Museum of History

Heute geht’s rüber nach Kowloon. Hier pulsiert das ursprüngliche Hongkong mit Garküchen, Marktplätzen und buntem Chaos. Das Hong Kong Museum of History begeistert uns mit einer eindrucksvollen Ausstellung zur Stadtgeschichte – von der Urzeit bis zur Moderne.

Ein echter Geheimtipp für Regentage – und ideal, um Hongkong zu verstehen.

Tag 5 – Der große Buddha und ein Nachtmarkt voller Leben

Ein Höhepunkt der Reise: Der Ausflug zum Tian Tan Buddha, besser bekannt als Big Buddha. Nach einer Seilbahnfahrt stehen wir vor der 34 Meter hohen Bronzestatue – umgeben von eindrucksvollen Tempelgebäuden des Po Lin Klosters. Ein Teil der Seilbahnfahrt führt uns ebenfalls am neu erbauten (wahrlich riesigen) Flughafen Hongkongs vorbei.

Am Abend tauchen wir erneut in das abendliche Kowloon ein – der Temple Street Night Market ist bunt, laut, duftend und voller Überraschungen: Wahrsager, Street Food, Billigmode, Neonlichter – alles auf engstem Raum.

Tag 6 – Tsim Sha Tsui und die bunte Seite Kowloons

Wir entdecken heute Tsim Sha Tsui East, die Uferpromenade mit sensationellem Blick auf die Skyline von Hongkong Island – perfekt für Fotos.

Wir besichtigen den Tin Hau Tempel, gewidmet der Meeresgöttin, und spazieren durch die farbenfrohe Shantung Street mit ihren kleinen Geschäften und Streetart-Charme. Kowloon ist schrill, ehrlich und faszinierend.

Tag 7 – Victoria Peak und Einblick ins echte Leben

Der Klassiker: Mit der historischen Peak Tram fahren wir auf den Victoria Peak – ein Aussichtspunkt, der mit seinem Panoramablick wirklich jedes Hongkong-Postkartenmotiv erfüllt: atemberaubend!

Wir bleiben lange und fotografieren, was das Zeug hält.

Auf dem Rückweg besuchen wir den ruhigen Pak Tai Tempel, ein fast meditatives Gegenprogramm zur trubeligen Stadt.

Doch der ehrlichste Einblick in Hongkongs Seele folgt später: In Shau Kei Wan haben wir einen Dumpling-Kurs bei einer Einheimischen gebucht. In ihrer Wohnung falten wir Teigtaschen, lernen lokale Zutaten kennen und führen Gespräche über das Leben in der Mega-Metropole. Persönlicher und authentischer kann Reisen und Essen nicht sein.

Abends: eine Fahrt mit der legendären Star Ferry – bei Sonnenuntergang.

Das Wasser glitzert, die Skyline leuchtet. Wir sind sprachlos.

Tag 8 – Tempel-Tag: Drei spirituelle Orte, ein stilles Finale

Unser letzter voller Tag steht ganz im Zeichen buddhistischer Spiritualität:

  • Kloster der 10.000 Buddhas – ein Aufstieg, gesäumt von goldenen Buddha-Statuen, die uns aus allen Richtungen anschauen.
  • Der Wong Tai Sin Tempel (Sik Sik Yuen) – ein Ort für Wünsche und Rituale, beliebt bei Einheimischen.
  • Das Chi Lin Nunnery – eine Oase der Ruhe mit traditioneller Holzarchitektur und einem traumhaften Garten.

Es ist, als würde Hongkong uns zum Abschied einen Moment innerer Einkehr schenken.

Tag 9 – Abreise: Dankbar, überwältigt, inspiriert

Wir reisen ab – geflasht, wie man so schön sagt. Diese Stadt hat uns gepackt. Mit ihrer Widersprüchlichkeit, ihrer Dichte, ihrer Tiefe. Hongkong ist keine Stadt, die man einfach „besucht“. Sie bleibt.

Reisetipps Hongkong

  • Unterkunft: Am besten zwei Hotels buchen (Kowloon und Hongkong Island). So kann man jede Inselseite für sich intensiv erleben.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Die Octopus Card ist Gold wert – nutzbar für U-Bahn, Fähren, Busse und sogar im Supermarkt.
  • Tempel-Knigge: Schultern bedecken, leise sprechen, respektvoll fotografieren.
  • Aussichtspunkte: Victoria Peak am besten morgens oder bei Sonnenuntergang.
  • Märkte: Der Temple Street Night Market ist ein Erlebnis – feilschen erlaubt!
  • Dim Sum und andere Foodie-Locations: Früh da sein oder reservieren – die besten Lokale sind schnell voll.

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