Nach unserer ersten Reise durch den Orient 2023 hat uns das Orient-Fernweh schnell wieder gepackt. Diesmal ging es im Februar 2026 erneut auf Kreuzfahrt: 7 Tage lang mit der Mein Schiff 5 durch die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar. Und eines vorweg: Auch beim zweiten Mal hat uns der Orient mit seiner Mischung aus Moderne, Wüste und Meer wieder völlig in seinen Bann gezogen.
Anreise mit Stil – und Schlafmangel
Unser Abenteuer begann mit einem Red-Eye-Flight mit Emirates. Wir saßen im Oberdeck der A380, was schon besonders war: geräumig, ruhig, komfortabel. Der Service, das Entertainment und das Essen waren auf gewohnt hohem Emirates-Niveau. Nur der Schlaf – na ja, sagen wir, Economy bleibt eben Economy.
In den frühen Morgenstunden landeten wir in Dubai. Noch bevor wir das Terminal verließen, hatten wir schon unser erstes sportliches Highlight hinter uns: fast zweieinhalb Kilometer Fußmarsch durch den Flughafen. Dafür wartete am Hafen ein reichhaltiges Frühstück in der X-Lounge der Mein Schiff 5. Ein perfekter Start in den Tag, ehe es dann mit dem ersten Besuch los ging.
Tag 1 – Dubai: Shopping, Skyline und Müdigkeit
Trotz Jetlag konnten wir nicht stillsitzen. Mit einem Uber ging es direkt zur Dubai Mall. Auch wenn wir sie schon von unserer letzten Orientreise kannten, ist sie immer einen Besuch wert: Wasserfälle mitten im Gebäude, ein gigantisches Aquarium, eine Eislaufbahn und natürlich der Blick auf das Burj Khalifa.


Am Nachmittag gönnten wir uns dann doch ein wohlverdientes Nickerchen an Bord – mit dem beruhigenden Gefühl, dass das Abenteuer jetzt richtig losging.
Tag 2 – Entspannung in Dubai
Der zweite Tag stand im Zeichen der Erholung. Nach einem gemütlichen Frühstück genossen wir den Blick auf die Skyline Dubais, ließen uns an der frischen Brise erfreuen und gönnten uns das eine oder andere Kaltgetränk mit Meerblick.
Tag 3 – Doha: Zwischen Wüstenrose, Stadtoase und Datteln
Unser Tag in Doha / Katar begann früh am Old Harbour, wo schon zu sehen war, wie rasant sich Katars Hauptstadt entwickelt hat. Schon das Hafengebäude ist imposant und beeindruckt durch ein riesiges Aquarium mit Tunnel für die Rolltreppe.


In Katar leben rund 3,3 Millionen Menschen, doch nur etwa 10–15 % davon sind Kataris. Es ging vorbei am außergewöhnlichen 974-Stadion, das tatsächlich aus genau 974 Containern erbaut wurde. Die 974 ist passenderweise auch Katars internationale Telefonvorwahl.

Ein kurzer Blick auf die Skyline zeigte, wie jung diese Stadt eigentlich ist: Das Sheraton, 1982 noch das einzige Gebäude weit und breit, steht heute zwischen lauter architektonischen Visionen. Der große Bauboom setzte erst in den 2000ern ein und seitdem wächst Doha sprichwörtlich in den Himmel.

Unser erster Stopp war das beeindruckende National Museum of Qatar. Der Bau in Form einer Wüstenrose ist ein architektonisches Kunstwerk, das ganze 19 Jahre bis zur Vollendung brauchte.

In spannenden Galerien wird hier die Geschichte Katars von den Beduinen über die Perlentaucherei bis zur heutigen Hightech-Nation erzählt.
Anschließend ging es weiter zu The Pearl, einer künstlich aufgeschütteten Insel mit einem Hafen in Form einer riesigen Muschel mitsamt funkelnder „Perlen“.


Nach etwas Freizeit und einem kurzen Spaziergang durch die eleganten Viertel fuhren wir weiter in die Education City, wo Universitäten und Schulen mit modernen und teils künstlerischen Gebäuden beeindrucken.
Besonders schön war der Stopp am Minaretein Center, dessen Moschee durch ihre zwei Minarette auffällt.

Danach folgte ein kurzer Halt am Khalifa Stadium, direkt neben dem Al Aziziyah Boutique Hotel By The Torch, in dem übrigens regelmäßig auch der FC Bayern München abstieg.

Zum Abschluss des Tages ging es in den Souq Waqif.


Zwischen Düften von Gewürzen, Stoffen und Weihrauch probierten wir auf dem Dattelmarkt vermutlich die besten Datteln der Welt.

Was für ein süßer Abschluss für einen erlebnisreichen Tag.
Tag 4 – Doha: Adrenalin und Genuss
Am nächsten Morgen wartete Abenteuer pur: eine echte Wüstentour mit dem Jeep. In einer Kolonne ging es aus Doha Richtung Wüste. In einem Wüstencamp südlich von Doha machten wir dann einen kurzen Stopp, wo dann der Fahrer etwas Luft aus den Reifen ließ. Und dann ging es los über die Dünen, rauf, runter, wieder rauf.



Der Mix aus goldenem Sand, weitem Horizont und Adrenalinkick war einfach unvergesslich.
Zwischendurch stoppten wir in einem Wüstencamp direkt am Meer, wo es eisgekühlte Getränke und traumhafte Ausblicke gab . Diese kurze Entspannung nach der Actionfahrt war nötig.
Zurück in Doha verbrachten wir den Nachmittag im Mina District am Hafen.



Hier reiht sich moderne Architektur an bunte Fassaden; besonders beeindruckend war die vielleicht schönste Fischhalle der Welt. Die gläserne Halle ist sauber und voller Leben.


Den Tag ließen wir kulinarisch in einem katarischen Restaurant mit mediterranem Flair ausklingen.

Wir verlassen Katar und sind begeistert von der Gastfreundschaft, Freundlichkeit und Offenheit der Menschen hier.

Tag 5 – Seetag statt Inselstopp
Eigentlich sollte es nach Sir Bani Yas gehen, doch ein Sturm machte uns einen Strich durch die Rechnung. Der Tag wurde kurzerhand zum ungeplanten Seetag, den wir spontan zum Entspannen und Lesen nutzten. Und ehrlich gesagt: Auch das war ziemlich perfekt.

Tag 6 – Abu Dhabi: Kultur trifft Küste
In Abu Dhabi erkundeten wir die Stadt per E-Scooter entlang der Corniche – eine wunderbar entspannte Art, die Highlights zu entdecken: das Heritage Village, den Emirates Palace, das World Trade Center und sogar die Formel-1-Strecke mit dem imposanten Rixos Marina Hotel.




Einen besonderen Stopp legten wir im Yellow Dot Café ein, wo wir wahrscheinlich den leckersten Latte (links Pistachio Latte, rechts Red Velvet) getrunken haben.

Anschließend ging es zur Museumsinsel ins Louvre Abu Dhabi.

Die aktuelle Ausstellung zeigte bedeutende Werke von Picasso, was für uns ein echter Glückstreffer war. Gleich nebenan entsteht das Guggenheim Abu Dhabi, das wir uns schon jetzt für unseren nächsten Besuch vormerken.
Tag 7 – Dubai zum Abschied
Zurück in Dubai, nutzten wir den letzten Tag, um noch einmal in das neue Dubai einzutauchen: Bluewaters Island mit dem gigantischen Riesenrad, die Palmeninsel Jumeirah mit dem Atlantis und Royal Atlantis, der stylische City Walk






Anschließend machten wir trotz Stau einen Stopp am Museum of the Future, ein architektonisches Symbol für Dubais Vision.

Überall begegnete uns dabei der Name EMAAR, das Immobilienunternehmen, das wie kein anderes das Gesicht Dubais prägt.

Tag 8 – Heimreise mit Fernweh
Nach einer Woche voller Sonne, Stadt und Seeluft hieß es Abschiednehmen.
Unser Fazit: Der Orient hat noch immer magische Anziehungskraft und wir haben längst nicht alles gesehen.








